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Vorab ein Tipp für alle Augenuntersuchungen
- müde Piloten sehen schlechter !!! - also nur ausgeruht zum
Augentest erscheinen. Auch sollte immer optimales Licht bei der
Untersuchung herrschen.
Nach einem Refraktiv-chirurgische Eingriffe
am Auge ruht das Medical.
JAR-FCL 3 Anhang 13 (8)
Nach einem refraktiv-chirurgischen Eingriff kann die Tauglichkeit Klasse 1 durch ein flugmedizinisches Zentrum und die Tauglichkeit Klasse 2 durch ein flugmedizinisches Zentrum oder einen flugmedizinischen Sachverständigen erteilt werden, wenn:
— die präoperativen Refraktionsfehler (nach den Definitionen in JAR-FCL 3.220 (b) und 3.340 (b)) bei der Tauglichkeit Klasse 1 +5 Dioptrien und -6 Dioptrien und bei der Tauglichkeit Klasse 2 +5 Dioptrien und -8 Dioptrien nicht überschritten haben;
—stabile Refraktionsverhältnisse erreicht sind (<0,75 Dioptrien Tagesschwankung);
—die Untersuchung der Augen keine postoperativen Komplikationen aufweist;
—die Blendempfindlichkeit normal ist;
— die mesopische Kontrastsensitivität nicht beeinträchtigt ist;
—eine Bewertung durch einen Augenarzt vorgenommen wird.
Stablie Refraktionsverhältnisse werden nach circa 3 Monaten erreicht.
Zur Erteilung der Tauglichkeit siehe unter
"Änderung im Gutachterwesen"
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Refraktive Eingriffe werden primär bei einer Myopie, d.h. Kurzsichtigkeit angewandt. Es werden dabei mit dem Laser Hornhautschichten entfernt, so dass sich insgesamt die Brechkraft unseres optischen Apparates verändert.
Es gibt mehrere refraktive Verfahren:
Bei der PRK (Photorefractive Keratectomie) wird mit dem Laser ein Teil der oberflächlichen Schicht der Hornhaut abgetragen. Im Vergleich zur Lasik und Lasek ist die PRK risikoärmer, es werden pro Dioptrie, die zu korrigieren ist, circa 15 Mikrometer
Hornhaut abgetragen. Bei einer durchschnittlichen Gesamtdicke von über 500 Mikrometer werden also bei z.B. 5 Dioptrien Korrektur
75 Mikrometer abgetragen, es bleiben also über 425 Mikrometer
übrig, das würde auch die Anforderung der Bundeswehr an
Jetpiloten noch erfüllen. Die PRK ist mit größeren
postoperativen Schmerzen verbunden und die Heilung dauert länger
als bei nachfolgenden Methoden.
Bei der Lasik (Laser in situ Keratomileusis
) wird zuerst ein Hornhautlappen (sogenannter Flap) abgetragen,
darunter Hornhautgewebe entfernt und dann der Hornhautlappen zurückverpflanzt.
Im Gegensatz zur PRK führt die Lasik zu schnellerer Wiederherstellung
des Sehvermögens und ist weniger schmerzhaft. Aber der technische
Aufwand ist wesentlich grösser und daraus resultiert eine höhere
Komplikationsrate.
Das Hornhaut-Epithel ist circa 70 Mikrometer, der Flap circa 130
Mikrometer dick, die Gewebsentfernung für 5 Dioptrien Korrektur
circa 75 Mikrometer, so dass die Dicke der Resthornhaut über
230 Mikrometer beträgt. Der wiederaufgesetzte Flap zählt
nicht mehr zur Hornhautdicke, da er über viele Jahre nicht
einwächst und so nicht zur Stabilität der Hornhaut beitragen
kann.
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